Laut Eurogamer hat die Electronic Sports League (ESL) als „Anti-Doping-Maßnahme“ angekündigt, professionelle Gamer auf diverse Substanzen zu testen. Den Anfang macht man auf dem Counter-Strike: Global Offensive-Turnier ESL One Cologne.

Der Kampf gegen das auch in der E-Sport-Szene verbreitete Doping ist an sich begrüßenswert, denn Mitte Juli wurde bekannt, dass der Missbrauch von Adderall weit verbreitet ist. Das Medikament reduziert Ermüdungserscheinungen und kann auch die Reaktionsfähigkeit steigern, man kann also leicht erkennen, warum es gerne genommen wird.

Chillen statt Killen…

Doch im Fall Cannabis kann man eigentlich das Gegenteil behaupten: In der Regel steigert es die Ermüdungserscheinungen und reduziert die Reaktionsfähigkeit, das werden Kiffer sicherlich bestätigen können. Dennoch will die ESL während der Turniere auch auf Cannabis testen, vor und danach ist den Pros das Rauchen „erlaubt“, jedenfalls kümmert das die ESL nicht (da man per Speichel testen wird, was nur einen 24-Stunden-Nachweis ermöglicht).

Grund für diese etwas absurde Anti-Cannabis-Haltung ist, dass man sich an der Liste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) orientiert und deren Verbote übernimmt. Gegenüber Eurogamer bestätigte die ESL, dass man die „Freizeitnutzung“ von Cannabis nicht bestrafen will, den Konsum aber während der gesamten Turnierzeit strikt verbiete.

 

Quelle: winfuture.de